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Pickleball vs. Padel: Unterschiede und welches du wählen solltest

Pickleball und Padel im Vergleich: Platz, Schläger, Ball, Regeln, Tempo und Lernkurve, und was je nach Alter, Fitness und Mitspielern besser zu dir passt.

Von der MeetAndPlay-Redaktion · · 4 Min. Lesezeit

Pickleball und Padel gehören zu den am schnellsten wachsenden Schlägersportarten, beide werden zu zweit gespielt, beide lernt man schnell, und oft fallen sie im selben Gespräch. Aber sie fühlen sich ganz unterschiedlich an. Dieser Ratgeber vergleicht sie Punkt für Punkt und hilft dir bei der Entscheidung, womit du anfängst, ohne zu behaupten, eines sei "besser": Es hängt davon ab, was du suchst und mit wem du spielst. Interessiert dich auch Tennis, deckt das der Ratgeber ab, der alle drei Sportarten vergleicht.

Die kurze Übersicht

  • Padel: ein geschlossener Platz mit Wänden, ein massiver Schläger mit Löchern, ein Ball ähnlich dem Tennisball, Tennis-Zählweise und immer Doppel.
  • Pickleball: ein offener Platz ohne Wände, ein glatter, massiver Schläger, ein gelochter Plastikball, eigene Zählweise, gespielt im Doppel oder Einzel.

Der Platz

  • Padel. Größer und von Glaswänden und Gitter umgeben. Der Ball kann daran abprallen und im Spiel bleiben, was die Ballwechsel verlängert und der Sportart ihren taktischen Stil gibt.
  • Pickleball. Ein kleinerer Platz, in der Form ähnlich einem Badmintonfeld, mit einer Volleyverbotszone am Netz, der Küche (Kitchen). Es gibt keine Wände: Ein Ball außerhalb der Linien ist ein verlorener Punkt.

Deshalb braucht Padel eine eigene Anlage, während Pickleball auf einem markierten Betonplatz oder in einer Halle mit Holzboden gespielt werden kann.

Die Ausrüstung

  • Padel. Ein kurzer Schläger ohne Saiten und mit Löchern und ein Ball ähnlich dem Tennisball, aber mit etwas weniger Druck.
  • Pickleball. Ein glatter, leichterer Schläger ohne Löcher und ein gelochter Plastikball.

Beides ist günstig zum Einstieg, besonders wenn du die Ausrüstung im Club leihst. Die Preise unterscheiden sich je nach Ort, frag also bei deinem Club nach.

Die Regeln und die Zählweise

  • Aufschlag. Bei beiden schlägt man von unten auf, aber im Padel springt der Ball vor dem Schlag auf, im Pickleball schlägt man normalerweise ohne Aufprall auf.
  • Punkte. Padel zählt wie Tennis: 15, 30, 40 und Spiel. Pickleball wird bis 11 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt, und normalerweise punktet nur das aufschlagende Team.
  • Abpraller. Im Padel darf der Ball nach dem Aufprall die Wand treffen. Im Pickleball gilt die Doppelaufprall-Regel: Jede Seite muss den Ball einmal aufspringen lassen, bevor sie volley spielt.

Wie sich das Spielen anfühlt

  • Padel ist in der Bewegung körperlicher und taktischer: Wandausgänge, Lobs, Schmetterbälle und viel Arbeit mit dem Partner. Lange Ballwechsel sind die Regel.
  • Pickleball ist kürzer und am Netz schneller: weiche Ballwechsel ("Dinks"), kontrollierte Schläge und viel Unterhaltung zwischen den Punkten. Es ist sehr gesellig.

Die Lernkurve

Bei beiden hast du schon in der ersten Einheit Spaß. Im Padel dauert es etwas länger, die Wand zu verstehen; im Pickleball die Küche und die Doppelaufprall-Regel. Bei beiden dauert es Monate an Übung, um deutlich besser zu werden.

Körperliche Belastung

  • Padel verlangt mehr seitliche Bewegung und Explosivität, auf einem größeren Platz.
  • Pickleball ist meist schonender für Gelenke und Kondition, weshalb es viele wählen, die wieder in den Sport einsteigen oder ein ruhigeres Tempo wollen.

Auf hohem Niveau ist keines von beiden "leicht", und beide können zu Verletzungen führen, wenn du dich nicht aufwärmst.

Mit wem spielen

  • Im Padel brauchst du fast immer vier Leute und einen Platz mit Wänden.
  • Im Pickleball kannst du Doppel oder Einzel spielen, was hilft, wenn du keine Gruppe hast.

Was wählen

  • Wähle Padel, wenn dir ein taktisches Spiel mit Wand gefällt und du Freunde für ein Doppel hast.
  • Wähle Pickleball, wenn du ein geselligeres, sanfteres Tempo willst oder mit Menschen unterschiedlichen Alters spielen möchtest.
  • Probiere beide, wenn du kannst: Ein paar Spiele sagen dir mehr als jeder Vergleich. Schau in deiner Stadt, welche Plätze am nächsten sind, denn wie leicht du buchen kannst, zählt genauso viel wie die Sportart.

Kurz gesagt

Padel ist taktischer und körperlicher, mit Wänden und Tennis-Zählweise. Pickleball ist geselliger und sanfter, mit Küche und eigener Zählweise. Beide eignen sich zum Einstieg; die beste Wahl ist die, die du regelmäßig spielst.

Häufige Fragen

Was ist leichter zu lernen, Padel oder Pickleball?
Beides macht schon in der ersten Einheit Spaß. Pickleball fühlt sich anfangs wegen des kleinen Platzes oft einfacher an, und Padel verlangt etwas mehr, um die Wand zu verstehen.
Was ist körperlich anspruchsvoller?
Im Allgemeinen verlangt Padel wegen der Platzgröße mehr Bewegung und Explosivität. Pickleball ist meist sanfter, verlangt auf gutem Niveau aber ebenfalls Kondition.
Kann ich Pickleball im Einzel spielen?
Ja. Pickleball wird im Doppel oder Einzel gespielt. Padel dagegen wird fast immer im Doppel gespielt.
Kann man beide Sportarten spielen?
Natürlich. Sie teilen sich einen Teil der Technik und der Doppel-Taktik, und viele spielen beides, je nach Platz und Gruppe.

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